von Natur aus kristallisiert jeder gute Honig früher oder später, was seinen Wert nur bestätigt.

Bereits kandierter Honig kann durch Erwärmen bis maximal 40° C wieder verflüssigt werden, ohne das es dabei zu einer Qualitätsminderung kommt.

Klarer Honig industrieller Abfüller wird oft behandelt, um das 'lästige' Kristallisieren zu verhindern. Dazu wird der Honig auf 72 °C schockerhitzt und anschließend mit hohem Druck durch verschiedene Filter gepreßt. Dadurch werden Pollen, die als Kristallisationskeime dienen könnten, entfernt. Aber auch andere wertvolle Inhaltsstoffe werden dabei zerstört. 

Blütenhonig aus der Frühtracht kristallisiert innerhalb von 1 - 4 Wochen und Waldhonig (Spättracht) nach 4 - 12 Wochen.

Die weißen Schichten auf dem Honig und die eisblumenähnlichen Gebilde an den Seiten mancher Gläser sind kein Fehler, sondern eher ein Zeichen von Qualität, denn sie bilden sich nur bei besonders wasserarmen Honigen. Sie entstehen durch einen natürlichen Vorgang: wenn während der Kristallisation Luft zwischen die Traubenzuckerkristalle kommt.